Wie sagt man im Fußball so schön: Wenn es läuft, dann läuft es. Und deshalb laufen auch in diesem Jahr die Profis des VfB Stuttgart wieder gemeinsam mit unserem Verein auf, um mit vereinten Kräften für mehr Inklusion im Alltag zu werben.
Aber von Anfang an. Bereits seit 2017 führt die VfB-Stiftung mit 46PLUS regelmäßig das PFIFF-Training durch und ermöglicht Nachwuchs- und Hobby-Kickern mit und ohne Down-Syndrom und anderen Behinderungen Spaß beim Fußballspiel unter den Augen professioneller Trainer. Berührungsängste: Fehlanzeige.
Leider ist das abseits des Platzes nicht immer der Fall. Inklusion im Alltag ist für Menschen mit Down-Syndrom noch immer nicht selbstverständlich. Vorurteile sind dagegen nach wie vor präsent.
Dagegen anzugehen haben wir uns von Beginn an auf die Fahnen geschrieben.
Und getreu der VfB-Haltung „Zusammen voran“ helfen die Profis des VfB dabei tatkräftig mit. Und das bereits zum dritten Mal: Ein echter Kampagnen-Hattrick sozusagen.

Kommen wir jetzt aber zur Aufstellung der diesjährigen Aktion: In der Abwehr sorgt in diesem Jahr Nationalspieler Maximilian Mittelstädt dafür, dass motivtechnisch nichts anbrennt. Neuner Ermedin Demirović zeigt sich als Idealbesetzung im Sturm, fast zwangsläufig, dass die Fotos da ein Volltreffer werden. Blieb die Frage nach dem Spielmacher oder besser gesagt der Spielmacherin. Hier schenkte das Trainerteam von 46PLUS in diesem Jahr der 18-jährigen Norea Reusch sein Vertrauen. Und natürlich hatte die ziemliches Herzklopfen, als sie dann plötzlich gemeinsam mit den Profis im Spielertunnel der MHP Arena stand.


Steffen Lindenmaier, Geschäftsführer der VfB-Stiftung


Aber die Wahrheit liegt ja bekanntlich auf dem Platz. Und da präsentierte Norea sich mit den VfB-Profis von der ersten Minute an als eingespieltes Team. Egal welche Pose 46PLUS-Gründungsmitglied und Fotografin Conny Wenk auch auf die Taktiktafel malte, das Trio mit Brustring lieferte ab. Und damit waren die passenden Motive im Handumdrehen und ohne Nachspielzeit im Kasten. Dabei zeigte sich sogar, dass Stürmer Demirović nicht nur am Ball, sondern auch am Auslöser zu überzeugen weiß, als er dem Team noch ein paar Tricks mit der Videokamera demonstrierte.


Dass die Partnerschaft mit 46PLUS für die Profis des VfB eine Herzensangelegenheit ist, zeigen nicht nur die entstandenen Bilder, sondern insbesondere auch die Tatsache, dass die Spieler nach dem Shooting gern noch ein wenig Zeit drangehängt haben. Für das Signieren von Bällen und Trikots, persönliche Gespräche und nicht zuletzt ein paar gemeinsame Selfies.


Unter dem Motto „Unser Hattrick: Vielfalt, Respekt und Teamgeist.“ wird die Kampagne rund um den 21. März auf unzähligen City Light Plakaten, einem Riesenplakat in der Königstrasse und einem knapp 60 qm großen Videoboard beim Cannstatter Carré an den Start gehen. Als besonderes Highlight wird das Motiv auf dem Rhenus-Tower vor den Toren Stuttgarts die Besucher der Landeshauptstadt begrüßen. Die Riesenplakate haben danach aber noch längst nicht ausgedient. Im Anschluss werden diese bei der Lederschmiede der Caritas zu Taschen verarbeitet.
„Wir sind sehr glücklich und dankbar, dass wir mit Partnern wie der VfB-Stiftung und der AOK Baden-Württemberg, die unser Projekt fördert, so viel Aufmerksamkeit für unser Anliegen erzeugen können“, so unser Vorstandsmitglied Petra Hauser. „Erstaunlich, wie viel gute Laune auf ein einziges Bild passt. Wir hoffen, der Öffentlichkeit ein Fünkchen davon mit auf den Weg geben zu können“.


Ganz egal, wie der VfB Stuttgart in diesem Jahr in der Bundesliga abschneiden wird. Für 46PLUS sind die Kicker mit dem Brustring jedenfalls nicht nur in diesem Jahr uneinholbarer Meister der Herzen.
Alle Beteiligten freuen sich sehr über die gemeinsame Aktion und hoffen, dass die verschiedenen Maßnahmen im Rahmen des Welt-Down-Syndrom-Tages größtmögliche Resonanz finden. Nicht nur, aber insbesondere in und um Stuttgart.
Auch für die beiden VfB-Starkicker Ermedin Demirović und Maximilian Mittelstädt gab es als kleines Dankeschön ein Exemplar von #46PLUSKOCHT – schließlich braucht so ein Fußballer auch was Ordentliches und Nahrhaftes auf dem Teller.


