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46PLUS in der Zeitung GoodNews

Samstag, Januar 21st, 2012 | Author: 46PLUS

Heute in der Stuttgarter Zeitung “Good News”

Good News

Ganz normal eben

Normalerweise hat jeder Mensch pro Körperzelle 46 Chromosomen. Jedes Jahr kommen in Deutschland etwa 1.200 Kinder mit DS zur Welt. Da das Chromosom 21 bei ihnen dreifach vorhanden ist, nennt man DS auch Trisomie 21. Weshalb eines von 700 Neugeborenen mit einem Chromosom zu viel geboren wird, weiß bis heute niemand. Trotz unzähliger Studien fühlen sich betroffene Eltern nach wie vor schlecht beraten und in der Gesellschaft schlecht aufgehoben. Damit das nicht so bleibt, haben sich Maren Krebs, Conny Wenk und viele weitere Eltern von Kindern mit DS zusammengeschlossen. Mit dem Verein 46PLUS kämpfen sie für ein gemeinsames Ziel: Sie haben den Wunsch, dass ihre Kinder ein selbstbestimmtes Leben führen und ihren Platz in der Gesellschaft finden.
Wer ist schon normal?
Maren Krebs‘ Alltagsgeschichten klingen wie typische Elterngeschichten. Ihr Sohn Tim ist zwölf Jahre alt und die Pubertät macht sich bemerkbar. Er entwickelt seinen eigenen Kopf, ist mal bockig, zankt sich mit seiner jüngeren Schwester Sina oder sagt den wohl meist gesagten Satz von Kindern: Mama, du nervst! „Er nabelt sich langsam von uns Eltern ab, wie andere Kinder auch“, erzählt Maren Krebs. Auch Conny Wenk findet ihr Leben herrlich normal. „Wir leben jetzt seit zehn Jahren mit DS. Für uns ist es Alltag.“ Außerdem: Wer ist schon normal? „Wir sagen immer: Bei uns hat jeder irgendein Syndrom“, so Conny Wenk.
Seit 2003 ein Verein
Der Verein 46PLUS entstand aus der Not heraus. „Wir haben uns gefragt, wie wir Eltern von Kindern mit Down- Syndrom kennenlernen“, erzählt Maren Krebs. „Durch Zufall sind wir auf immer mehr Betroffene gestoßen. So habe ich beispielsweise eine Mutter in der Stadt angesprochen, deren Kind ebenfalls DS hat.“ Auf der Suche nach anderen Eltern entstand eine schnell wachsende Gruppe, die bei den regelmäßigen Treffen bald die heimischen Wohnzimmer sprengte. Die Initialzündung zur Vereinsgründung kam schließlich von außen. Auf die erste Spende folgte im Jahr 2003 die Vereinsgründung.
Es entsteht Normalität
Mit der Diagnose Down-Syndrom bei ihrem Sohn fühlten sich Maren Krebs und ihr Mann zunächst allein gelassen. „Wir haben nichts gefunden, das uns wirklich weitergeholfen hat. Die Bücher, die sich damit beschäftigen, waren wenig hilfreich.“ Statt guter Ideen schlugen sie zahlreiche Therapien vor, die Eltern, die sich mit der Situation überfordert fühlen, unbedingt mit den Neugeborenen durchführen sollten. Die Familie Krebs entschied sich anders. „Meiner Meinung nach müssen die Kinder erst einmal in der Welt ankommen, einfach Baby sein. Später kann man sie gezielt dort fördern, wo individueller Bedarf besteht.“ Letztlich müsse aber jeder seinen Weg finden damit umzugehen. Denn die Auswirkungen von Trisomie 21 sind bei jedem Kind anders. „Am Anfang habe ich mich intensiv informiert“, so Conny Wenk. „Aber irgendwann hört das auf. Dann lebt man einfach und es entsteht Normalität.“
Ungehemmter Umgang mit Betroffenen
Vollkommen normal und ungehemmt, so wünschen sich die Gründerinnen von 46PLUS den Umgang mit DS-Kindern. „Ich weiß von mir selbst, dass man im ersten Moment nicht weiß, wie man mit jemandem umgehen soll, der anders ist“, so Conny Wenk. Je offener man mit dem Thema umgehe, desto selbstverständlicher werde aber der Umgang mit den Kindern. „Darum wollen wir der Gesellschaft das Thema näher bringen“, sagt Conny Wenk.

Spezielle Förderung
Natürlich gibt es auch Dinge, die anders seien. „Die Entwicklungsschere zwischen Kindern mit und Kindern ohne DS geht mit den Jahren immer weiter auseinander“, meint Conny Wenk. Ihre Tochter Giuliana besucht die vierte Klasse einer Inklusiv-Schule. Hier wird sie in einer Klasse mit anderen DS-Kindern unterrichtet, Kooperationen mit den anderen Klassen sind ebenfalls Teil des Stundenplans. „Im Lesen ist sie sehr gut. Beim Schreiben hängt sie aber hinterher.“ Auch Tim, der auf eine spezielle Sonderschule geht, wird allmählich von seiner kleinen Schwester Sina eingeholt. „Er braucht einfach länger, bis er Sachen versteht und sie dann auch umsetzen kann. Es geht alles etwas langsamer“, sagt Maren Krebs. Seit zwei Jahren können Kinder mit Trisomie 21 sowohl Sonder- als auch Inklusiv-Schulen besuchen. „Hier müssen die Eltern individuell schauen, was Sinn macht“, findet sie.
Ein selbstbestimmtes Leben
Sie wollen Tim wie ein ganz normales Kind aufwachsen lassen, ihn aber zusätzlich speziell fördern. „Es ist in jedem Fall eine Gratwanderung“, meint Maren Krebs. Und es gibt Grenzen. „Er wird auch trotz Förderung in 40 Jahren kein Abitur machen.“ Diesen Anspruch habe sie ohnehin nicht. „Unser Ziel ist, dass er ein selbstbestimmtes Leben mit möglichst wenig Hilfe führen kann.“ Giuliana besucht nachmittags, wie viele andere Mädchen in ihrem Alter, den Ballettunterricht oder geht in die Künstlerwerkstatt. „Bei solchen Sachen schaue ich weniger, ob sie in der richtigen Altersgruppe ist. Ich achte darauf, wo sie in ihrer Entwicklung am besten reinpasst.“ Also tanzt oder werkelt Giuliana mit jüngeren Kindern und hat dabei einen großen Spaß. „Aber wir machen uns natürlich Gedanken über die Zukunft. Doch welche Eltern tun dies nicht?“
Bildband „Freundschaft“
Dass der Umgang von Menschen mit und ohne DS vollkommen normal und vor allem fröhlich sein kann, zeigen die Bilder von Conny Wenk. Ihre Fotografien versprühen Freude, füllen mittlerweile mehrere Bände und Kalender. „Ich will positive Bilder zeigen“, sagt sie. „Zum Aufwachsen eines Jugendlichen mit Trisomie 21 gehören genauso Cargohose und Gelfrisur wie bei allen anderen.“ Ihr Bildband „Freundschaft“ dokumentiert zum Beispiel die Beziehungen von Kindern und Jugendlichen mit 46 und mit 47 Chromosomen.

Prominente Unterstützung
Selbst Promis bekommt sie immer wieder vor die Linse: Eisessen mit Harald Schmidt, im Kunstmuseum mit Walter Sittler oder posen mit Graf von Krolock aus Tanz der Vampire. „Die Leute sind unglaublich aufgeschlossen, egal, auf wen wir zukommen“, freut sich Conny Wenk über die Unterstützung. Für ihr eigenes Engagement und ihre Fotografien bekam sie im März 2011 den „Moritz“ verliehen, eine Auszeichnung, die bisher vor allem an Mediziner, Psychologen und Pädagogen ging. Ob mit oder ohne Extrachromosom, Kinder sind in jedem Fall eine Herausforderung. „Wir versuchen im Umgang keinen Unterschied zu machen“, erzählt Maren Krebs.
Kleine Unterschiede
Immer klappt das nicht, denn Tim und Sina unterscheiden sich manchmal in ganz alltäglichen Situationen. Tim braucht zum Beispiel länger zum Anziehen. Teilweise benötigt er auch Hilfe dabei. Außerdem kaut er lieber auf der Zahnbürste herum, statt seine Zähne zu putzen. In manchen Situationen kann er Konsequenzen nicht absehen und zieht schon mal die Tapete von der Wand, wenn er findet, ein neuer Anstrich muss her. „Da war ich dann schon sauer und das muss er auch merken“, sagt Maren Krebs.
„Meine Tochter war eine tolle Lebensschule“
Über andere Dinge freut sie sich dagegen. „Ganz gewöhnliche Situationen, die auch bei anderen Teenagern auftauchen würden, bringen mich zum Schmunzeln.“ Auch Giuliana hat das Leben von Familie Wenk gründlich umgekrempelt. „Meine Tochter war eine tolle Lebensschule“, so Conny Wenk. „Ich setze mich keinem gesellschaftlichen Leistungsdruck mehr aus.“ Der Blick über den Tellerrand habe ihr gezeigt, dass es Wichtigeres gebe. „Es zählen einfach andere Dinge im Leben. Ich sehe heute viel mehr, nehme mehr wahr.“ Und sie sieht, dass es noch viel zu tun gibt. „Gerade wenn ich wieder mit Vorurteilen konfrontiert werde, motiviert mich das, weiterzumachen.“ Gemeinsam mit Maren Krebs will sie mithilfe von 46PLUS verkrustete Denkweisen aufbrechen. „Wir sind eine Gesellschaft“, findet auch Conny Wenk. „Und alle gehören gleichermaßen dazu.“ (GW)
Ganz normal eben

Egal wie viele Chromosomen: Ein Schokoeisbecher geht immer.
Zeitung: Good News
Autorin: Gesa Weymann

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Inklusion beginnt im Kopf

Montag, Mai 23rd, 2011 | Author: Martin

Hinweis auf einen Artikel des General-Anzeiger-Bonn, Online-Ausgabe vom 20.05.2011

Laut Aktion Mensch befürwortet die Mehrheit der Deutschen die gleichberechtigte Teilhabe Aller. In einer aktuellen, repräsentativen Umfrage im Auftrag der Selbsthilfeorganisation hielten fast drei Viertel der bundesweit Befragten die selbstverständliche Gleichstellung aller Menschen für dringend geboten und meinten, dass weder ein Heim noch Behindertenwerkstätten die besten Lebens- oder Arbeitsplätze böten.

Auch 440 Veranstaltungen rund um den Europäischen Protesttag am 5. Mai hätten das Thema Gleichstellung auf vielfältige Art weiter in den Mittelpunkt der Diskussion gestellt, so Martin Georgi, Vorstand der Aktion Mensch. Gemäß dem Motto “Inklusion beginnt im Kopf” seien in vielen Städten Tausende von Menschen dafür eingetreten, die UN-Behindertenrechtskonvention endlich umzusetzen.

Obwohl seit März 2009 in Deutschland gesetzlich verankert, gehe die Umsetzung der Konvention in den Lebensbereichen Arbeit, Bildung, Barrierefreiheit, Wohnen und Freizeit jedoch nur schleppend voran. Einzig im Bereich Bildung sei der Inklusionsgedanke noch nicht richtig angekommen, bedauert die Aktion Mensch. Nur 51 Prozent der Befragten stimmten der These zu, nach der “behinderte Schüler das Lern-Tempo von Schülern ohne Behinderung nicht beeinflussen”.

Martin Georgi: “Die Ergebnisse zeigen, dass in der Gesellschaft ein Grundverständnis der Probleme von Menschen mit Behinderung besteht, aber auch, dass noch viel Arbeit vor uns liegt, bis eine gleichberechtigte Teilhabe Aller erreicht ist.”

 

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Welche anderen Kinder…?

Freitag, März 04th, 2011 | Author: Martin

Aus der Stuttgarter Zeitung - Lokalteil Kreis Göppingen - 17.2.2011

Bad Boll - Bereits seit vielen Jahren arbeiten die Heinrich-Schickhardt-Grundschule und die Blumhardt-Förderschule eng zusammen. Eine gemeinsame erste Klasse, die im Herbst eröffnet wurde, ist gleich mit dem Paul-Lechler-Preis bedacht worden. Von Andreas Pflüger

Finn sitzt vor dem Computer und schnappt sich mit dem virtuellen Kran den Würfel mit der Sechs. Er hebt das Paket an, fährt mit der Maus nach rechts und setzt es dort zielsicher neben die gleiche Würfelzahl. „Rechnen ist mein Lieblingsfach“, sagt der Siebenjährige mit Down-Syndrom. Er wiederholt den Vorgang einige Male und hat am Schluss nur einen einzigen Fehler gemacht. „Prima, echt gut“, lobt Simon Ratka, der zurzeit in der gemeinsamen Klasse 1 c der Heinrich- Schickhardt-Grundschule und der Blumhardt- Förderschule inBad Boll sein freiwilliges soziales Jahr (FSJ) ableistet. Im vergangenen Herbst haben die beiden Schulen ihre zuvor schon enge Zusammenarbeit um eine weitere Komponente ergänzt. 15 Erstklässler, darunter vier Förderschüler, werden von dem Grundschullehrer Harald Neuffer und dem Förderschullehrer Andreas Wolfer gemeinsam unterrichtet. Unterstützend stehen den beiden Pädagogen zwei FSJ-ler zur Seite, die sich ausschließlich um Betreuungsaufgaben kümmern. Inklusion nennt sich dieses Unterrichtsmodell, das in Baden-Württemberg bis in drei Jahren von der Ausnahme zur Regel werden soll. In Bad Boll scheint das schon jetzt Alltag zu sein. „In all den Jahren hat sich durch unsere Außenklassen, die bereits integrativ arbeiten, eine ausgesprochen positive Grundstimmung entwickelt“, sagt Thomas Schnell, der Rektor der Schickhardt- Schule. Die Akzeptanz für ein solches Modell sei sehr hoch. „Wir haben drei erste Klassen, hätten aber theoretisch alle ABC Schützen inklusiv unterrichten können. Von den Eltern hat sich niemand wirklich dagegen ausgesprochen“, ergänzt Schnell. So sei es auch überhaupt kein Problem, dass der Sportunterricht gemeinsam mit einer der beiden Parallelklassen stattfinde.

In der gemischten Gruppe ist eine sinnvolle Bildungsarbeit, bei der kein Kind zu kurz kommt, aber auch keines überfordert wird, durch ein paar methodische Tricks möglich. „Aus der Ferne betrachtet, machen alle das Gleiche“, erklärt Harald Neuffer. „Doch weil wir mit einem Wochenplan arbeiten, gibt es für jeden ein individuelles Programm“, fügt er hinzu. Auf diese Weise könne bei Bedarf auch ganz speziell gefördert werden. Dafür wiederum sei sein Kollege Andreas Wolfer zuständig. Für Matthias Bäuerle, den Leiter der Blumhardt-Schule, liegt der Vorteil der Inklusion auf der Hand: „Schwächere Schüler profitieren davon, weil sie mitgezogen werden, und die Stärkeren leiden nicht darunter, sondern bekommen zusätzlich soziale Kompetenzen vermittelt.“ Für Harald Neuffer steht fest, „dass dieses Konzept absolut zukunftsfähig ist“. Allerdings müssten die Voraussetzungen stimmen, eine Sparversion funktioniere sicher nicht. Thomas Schnell sieht das ähnlich: „Weil etwas höhere Kosten anfallen, zum Beispiel für die FSJ-ler, muss die Gemeinde als Schulträger hinter der Sache stehen, was in Bad Boll der Fall ist.“ Zudem müsse das Schulamt eine etwas höhere Lehrerstundenversorgung gewähren, erklärt der Rektor der Schickhardt-Schule. Nicht zuletzt sei es wichtig, dass die Lehrkräfte zusammenpassen. „Eine positive Haltung mit dem Ziel, eine Schule für alle zu bekommen, und das Bilden von schulübergreifenden Teams sind unerlässlich“, sagt er. Zwischen den Kindern, ob behindert oder nicht, klappt das Miteinander offenbar reibungslos. Finn kegelt – um das Zählen zu üben – mit Sera, während Madleen Buchstaben stempelt. Auf die Frage, wie es denn so ist in der gemischten Klasse mit den anderen Kindern, antwortet die Sechsjährige mit einer Gegenfrage: „Welche anderen Kinder meinen Sie denn?“

 

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Wenn Timo auf dem Pferd sitzt…

Donnerstag, Februar 10th, 2011 | Author: Martin

Fast 2500 Euro haben Kornwestheimer Schüler „erlaufen“. Die Summe kommt dem achtjährigen Timo sowie behinderten Kindern der Außenklasse Pattonville zugute. Der vollständige Presseartikel.

 

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Der Anschluss ist praktisch ausgeschlossen

Sonntag, November 28th, 2010 | Author: Martin

Hinweis auf einen Online-Artikel der Stuttgart Zeitung vom 27.11.2010

Dass es nicht einfach wird, hat Anja Hübel geahnt. Dass es vielleicht unmöglich wird, hat sie sich nicht vorstellen können. Inzwischen kann sie es. Es wird vielleicht unmöglich sein, in Ludwigsburger einen Kindergarten zu finden, in dem Christopher einen Platz bekommt. Christopher ist fünf und hat das Down-Syndrom. Seit er drei ist, geht er in den Hohenecker Schulkindergarten für Körperbehinderte. Seit er zwei war, hat seine Mutter einen Regelkindergarten gesucht. “Ich möchte, dass Christopher in unserer Welt lebt”, sagt seine Mutter, die das Recht und die Forschung auf ihrer Seite hat. Aber nicht die Praxis.

Weiter lesen Sie hier: Anschluss praktisch ausgeschlossen - oder klick auf das Bild:

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Unsere Anzeige im “Prinz” Stuttgart

Freitag, Oktober 22nd, 2010 | Author: Martin

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Nachklapp zum DS-Sportlerfestival in Frankfurt a. M.

Montag, Juli 05th, 2010 | Author: Martin

Gemeinsames Training mit WM-Teilnehmerin Nadine Hildebrand! Seit Mitte April trainierten über 20 Kinder von 46PLUS im Kornwestheimer Stadion und bereitetn sich auf ihre Teilnahme beim 8. Deutschen Down-Sportlerfestival am 12.  Juni 2010 in Frankfurt a.M. vor.

Für die jungen Sportler im Alter zwischen 4 und 11 Jahren gab es eine  ganz besondere Belohnung: die Weltklasse-Athletin Nadine Hildebrand vom LAZ  Salamander Kornwestheim-Ludwigsburg kam zu einem gemeinsamen Training ins  Stadion. Die Hürdenläuferin war im vergangenen Jahr Deutsche Hallenmeisterin und  startete im März bei den Hallen-Weltmeisterschaf ten in Doha/Katar. Nach dem  gemeinsamen Aufwärmen gab Nadine Hildebrand nicht nur das Startkommando, sondern  rannte selbst mit den Kids um die Wette. Am Ende bekamen alle ein persönliches  Autogramm und sportliche Tipps für das Sportfest in Frankfurt von  ihr.

Impressionen vom Training

Und das wusste die Presse dazu:

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Felix hat Trisomie 21 und ist (k)ein Kind wie jedes andere

Donnerstag, Mai 13th, 2010 | Author: Martin

LEUTKIRCH – Felix ist elf Jahre alt und kam als Erstgeborener und Wunsch­kind seiner Eltern 1998 in Stuttgart auf die Welt. Seine Mutter Christine war 33 Jahre jung und konnte nicht glauben, dass ihr Kind nicht so wäre, wie andere, dass ihr Sohn behindert sein würde. Die Diagnose hieß damals Downsyndrom, doch seine Mutter konnte damit nicht viel anfangen.

„Ich dachte, er spricht nicht von meinem Kind“, erzählt die Leutkircherin Christine Martin über die Erklärungen des Frauen­arztes nach der Geburt und doch wühltes sie noch heute auf, wenn die Gefühlevon 1998 hochkommen. „Ich heulte und konnte es gar nicht fassen“, so die junge Frau, die sich, wie all die anderen Mütter auf der Säuglingsstation über die Geburt doch so gefreut hatte.

Ausgerechnet ihr Kind sollte anders sein, soll Trisomie 21, das Down-Syndrom haben? Im Krankenhaus gab es damals keine psychologische Betreuung, keine ausgiebigen Erklärungen, höchstens ein wenig InfoMaterial, das man zugesteckt bekam. Jeder scheute sich, „darüber“ zu reden und der Abschlussbericht des Arztes über die „Besonderheiten ihres Kindes“ hörten sich sehr befremdend an.
Christine Martin und ihr Mann Jonathan versuchten gemeinsam, mit der schwierigen Situation zu Hause klar zu kommen. Sie hatten ihren Sohn ganz spontan Felix genannt, wie eine Art Versöhnung mit dem Schicksal, denn Felix heißt „Der Glückliche„. Die erste Zeit war sehr schwer, denn die Eltern waren mitsoVielem konfroniert und mehr oder weniger allein mit ihren Problemen. Nicht einmal in der Landeshauptstadt Stuttgart gab es eine geeignete Anlaufstelle für Fragen geschweige denn einen Elterntreff. Die Behinderungen durch Trisomie 21 waren damals in der Öffentlichkeit noch ein Tabu-Thema.

Christine Martin ergriff selbst die Initiative. Es fanden sich einige Eltern zusammen, die sich regelmäßig austauschten. 2003 wurde daraus die „Elterngruppe 46Plus“, die heute mehr als 100 Eltern zählt.„FelixwareinganzbesonderesKind. Er war so lieb, hat immer gut durchgeschlafen oder war auch schnell zu beruhigen. Ich machte Frühförderung und Krankengymnastik mit ihm und manchmal kam ich mir eher wie eine Therapeutin vor, als wie eine Mutter“, berichtet Christine Martin, gelernte Mediengestalterin, die sich über kleine Erfolge mit Felix riesig freute. Sicher, er war etwas langsamer in der Entwicklung, lernte später laufen und seine ersten Worte sprach er erst mit circa zwei Jahren.

Trisomie 21 wird publiziert

Eine Mutter und inzwischen gute Freundin aus der Eltergruppe namens Conny Wenk, verfasste ein Buch über Eltern mit Kindern mit Trisomie 21. Darin kommen Eltern mit ihren Gedanken zu Wort, dazu gibts reichlich Bildmaterial. Natürlich ist auch Felix mit seiner Mutter im diesem Buch „Außergewöhnlich“ enthalten. 2007 entstand ebenso ein hochwertiger Bildkalender mit bekannten Persönlichkeiten und diesen Kindern, auf dem auch Felix mit dem Starkoch Harald Wohlfahrt aus Baiersbronn zu sehen ist. Inzwischen ist bereits ein zweites Buch von Conny Wenk erschienen, in dem die Väter der Kinder mit Trisomie 21 zu Wort kommen. Mit drei Jahren ging Felix in einen Waldorf-Kindergarten in Stuttgart, wo er offen und gerne aufgenommen wurde. Durch den Auslandsaufenthaltseines Vaters in Irland wuchs Felix sogar eine Zeitlang zweisprachig auf. Heute, mit elf Jahren ist er im Saturday Kids English Club bei Claudia Bühler und kommt prima mit.
In Stuttgart besuchte er mit sechs Jahren eine normale Grundschule und bekam in einer Außenklasse zusätzliche Förderung durch zieldifferenziertes Lernen. Hierbei wird das gleiche Thema in unterschiedlichen Leistungsgruppen erarbeitet.

Seit Felix mit Familie 2008 nach Leutkirch gezogen ist, besucht er die vierte Klasse der Grund- und Hauptschule Kißlegg. Zusammen mit sechs anderen Kindern mit Behinderungen erhält er Zusatzförderung in der Außenklasse. „Der Schulbesuch von Felix in der normalen Grundschule fördert das soziale Miteinander und so können die Mitschüler eigene Schwächen besser akzeptieren“, ist Christine Martin überzeugt.

Keine Angst vor der Zukunft

Alle Ängste, Warnungen und Sorgen von Christine Martin, die übrigens noch zwei Töchter hat, haben sich nicht bewahrheitet, dank der Elterngruppe, der besseren Aufklärung, der engagierten Mitarbeit von Erziehern im Kindergarten, in den Schulen und nicht zuletzt dank dem Verständnis und der Aufgeschlossenheit, die zum Teil in der Bevölkerung mehr und mehr zu erkennen ist.
Felix ist ein guter Schüler und besonders liebt er das Fach Sport. Als Hobby gibt er Fußball an und spielt mit Freude in der F-Jugend des FC Leutkirch. Alle Arten von Ballspielen, Radeln, aber auch Leichtathletik machen ihm Spaß. Seit einigen Monaten lernt er mit seinen Mitschülern bei einer Musiklehrerin der Jugendmusikschule Wangen die Veeh-Harfe zu spielen.
Mutter Christine würde ihren Felix nie mehr hergeben wollen. Sie ist mit allen Herausforderung bis jetzt fertig geworden und hat auch keine Angst vor der Zukunft, denn Felix ist außergewöhnlich lebensfroh, aktiv und voller Emotionen.
Er ist ein wertvolles und vollwertiges Mitglied der Familie, im Freundes- und Bekanntenkreis, in der Schule und in der ganzen Gemeinde.

Carmen Notz, Schwäbische Zeitung/Leutkirch

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Förderung für Down-Syndrom – erstes behindertes Krippenkind in Rottweil

Donnerstag, April 22nd, 2010 | Author: Martin

Krippe setzt andere Anreize als das eigene Kinderzimmer

Sie ist prächtig gelaunt an diesem Wintermorgen, die zweijährige Helena. Ein paar Sonnenstrahlen stehlen sich in das helle Zimmer mit dem leuchtend gelben Teppich, wo das Mädchen mit den roten Pausbacken neugierig nach dem klingenden Glöckchen am Organzatuch greift, das von der Decke hängt. Als das problemlos klappt, gluckst sie erfreut. Dann ist das Tuch uninteressant, die zwei großen Lego-Bausteine in ihren Händen sind spannender. Jelena Kruselj sieht Helenas Tun aufmerksam zu und gibt ihr ab und an Hilfestellung. Schließlich versucht sie erfolgreich, ihre Aufmerksamkeit wieder auf das Tuch mit dem Glöckchen zu lenken.

Was wie ein Spiel aussieht, verfolgt gleich mehrere Ziele: Helena soll lernen, sich auf eine Sache zu konzentrieren und gleichzeitig Wille und Muskulatur mobilisieren. Letztere ist bei ihr besonders schwach ausgebildet: denn Helena ist ein Kind mit Down-Syndrom. Als solches benötigt sie gezielte Förderung, um sich körperlich gut zu entwickeln. Wie die meisten ihrer Altersgenossen mit derselben Genveränderung erhält sie diese nicht daheim, sondern in der Krippe. Als erstes Kind unter drei Jahren, das im Kreis Rottweil täglich eine öffentliche Einrichtung besucht, wird sie knapp vier Stunden in der Woche zusätzlich von der Heilpädagogin Jelena Kruselj betreut.

Heilpädagogin gibt wertvolle Tipps
Für die Erzieherinnen der Krippe im Kindergarten auf der Charlottenhöhe ist das eine wertvolle Hilfe. Keine Sekunde hätten sie gezögert, als Christina Oelze vor rund einem Jahr gefragt habe, ob ihre Tochter Helena mit 18 Monaten in die Krippe aufgenommen werde, erinnert sich Leiterin Simone Jauch. Doch bis Kruselj im vergangenen September die Förderstunden aufnahm, seien sie immer wieder unsicher gewesen, ob sie alles richtig machten. Kruselj bringt für das Erzieherinnenteam in der zweigruppigen Krippe mit 20 Kindern in zweifacher Hinsicht Erleichterung: Zum einen bestärkt und ermutigt sie die Frühpädagoginnen und gibt wertvolle Tipps zur Förderung und Entwicklung. Zum anderen holt sie Helena alleine oder mit zwei bis drei weiteren Kindern aus der Gruppe: Das schafft Freiräume für die anderen Knirpse.

Denn ein Kind wie Helena macht mehr Arbeit als die anderen, gesteht Jauch ein. Nicht an Tagen, an denen sie so gut gelaunt sei wie an diesem. Eher an jenen, an denen sich sehr anhänglich zeigt. Dann müsse eine Erzieherin sie schon einmal den ganzen Vormittag auf dem Arm tragen. Das koste Kraft. Denn die anderen neun Kinder in der Gruppe verlangten ebenfalls ihr Recht.

Doch Jauch sieht weniger die Schattenseiten als das Positive an Helenas Integration in die Kinderkrippe: „Die Kinder profitieren sehr voneinander“, unterstreicht sie. Und erzählt, wie alle auf Helena aufpassen, etwa darauf achten, dass sie keine Kastanien in den Mund nimmt, und ihre Entwicklungsverzögerungen als selbstverständlich annehmen. Für Jauch ist klar: Sie würde jederzeit wieder ein Kind mit Behinderung aufnehmen. Mit einer Einschränkung: nicht mehr als eines pro Gruppe.

„Gelungener Krippeneinstand ein Glücksfall“
Im Landkreis Rottweil ist Helena das erste Kind unter drei Jahren, das während des Besuchs der Kinderkrippe eine pädagogisch begleitende Hilfe genehmigt bekommen hat. Rund 40 über drei Jahre alte Kindergartenkinder nutzen indes bereits die vom Gesetzgeber geschaffene Möglichkeit der zusätzlichen Förderung. Für unter Dreijährige besteht seit zwei Jahren eine Kann-Regelung. In Helenas Fall sei das Sozialamt des Landkreises sehr entgegenkommend gewesen, erklärt August Unterreitmeier, Fachleiter bei der Ökumenischen Kinder- und Jugendförderung in Rottweil. Das Gesundheitsamt habe den Antrag der Eltern zudem unterstützt. Der diplomierte Heilpädagoge betrachtet die Integration behinderter Kinder als richtigen Weg zur Auflösung der bisher häufig bestehenden Ghetto-Situation der Betroffenen. Möglich machen das vor allem die Erzieherinnen, hebt er hervor. Sie seien offener geworden, seien bereit, Strukturen zu ändern und umzudenken.

Das Ehepaar Oelze betrachtet den gelungenen Einstand ihrer Tochter in der Kinderkrippe als Glücksfall. Helena hat die Chance, mit den Kindern aus der Nachbarschaft zusammen aufzuwachsen und normal dazuzugehören. Kaum in der Krippe, sei sie sofort viel mobiler geworden. „Die Krippe liefert deutlich mehr Eindrücke und neue Anreize als das eigene Kinderzimmer“, sagt Christina Oelze. Und nicht zuletzt die anderen Kinder, die viele Dinge vormachen. Da sei die Lust, zu krabbeln oder gar zu laufen, doch stärker als daheim. Jetzt hoffen die Eltern, dass Helena im nächsten Jahr auch in den Regelkindergarten auf der Charlottenhöhe gehen kann. Wenn die Krippenkameraden den Schritt in die nächste Einrichtung auch schneller machen, sieht Helena sie dennoch weiterhin: beim Spielen im gemeinsam genutzten Garten.

Foto 1: Vielfältige Fingerspiele gehören zum Übungsprogramm, mit dem Heilpädagogin Jelena Kruselj die zweijährige Helena Oelze zweimal wöchentlich fördert.

Foto 2: Vergnügen haben beide am Abschiedsritual: Heilpädagogin Jelena Kruselj beim Pusten und Helena Oelze beim Fangen der schillernden Seifenblasen.

Fotos: Elke Reichenbach

Elterngruppen zum Down-Syndrom:

Eltern von Kindern mit Down-Syndrom
VS-Villingen, Kontakt: Ulrike Münch, Tel. 07721/52034 E-Mail: Ulrike.Muench@villingen-schwenningen.de

Eltern von Kindern mit Down-Syndrom - Kleinstkinder
VS-Villingen, Kontakt: Kirsten Henschen, Erikaweg 8, Tel. 07721/4048025
St.Georgen/Königsfeld, Kontakt: Hertha Potschaske, Tel. 07725/3455 E-Mail: med@senkrecht.com

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Im Unterricht darf auch mal geträumt werden

Sonntag, März 28th, 2010 | Author: Martin

Die Stuttgarter Zeitung hat eine Außenklasse der Uhlandschule besucht: “Die Uhlandschule ist die zweite Lehranstalt, in der die  Gustav-Werner-Schule für Geistigbehinderte (GWS) solch eine Klasse eingerichtet hat. Bereits seit 2005 gibt es eine Kooperation mit der Rosenschule. Grundsätzlich, so erklärt Rüdiger Hezel, Rektor der Gustav-Werner-Schule, solle die sonderpädagogische Förderung dabei mit sozialer Integration verbunden werden. “Am liebsten hätte ich, dass alle zwei Jahre eine neue Außenklasse dazu kommt”, beschreibt er seine Idealvorstellung. Bis dahin ist es, wenn überhaupt, allerdings noch ein langer Weg. Zusätzliche Mittel für Kooperationsklassen gibt es nämlich nicht, vor allem fehlt es an Räumen und Personal. Selbst die Fortbildungsplätze für die beteiligten Lehrer sind erst nach einigem Hin und Her genehmigt worden (StZ Online, 2010).”

Den kompletten Artikel gibt es hier.

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