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Terminänderung!

Samstag, August 28th, 2010 | Author: Martin

Hallo 46plus,

der Termin am 28.09.2010 (offener Abend) wird verlegt auf den 29.09.2010, um 19.00 Uhr(!!!) in St. Georg.

Wir konnten für diesen Abend Hr. Stampehl, Rechtsanwalt beim Landesverband der Lebenshilfe, gewinnen. Er ist nur Mittwoch und Donnerstag in Stutttgart, daher die Verschiebung und die frühe Uhrzeit.

Herr Stampehl ist Fachmann für alle Fragen rund ums Behindertenrecht.
Um den Abend möglichst bedarfsorientiert zu gestalten bitte ich euch um rege Rückmeldung, welche rechtlichen Themen euch besonders interessieren.
Bitte meldet euch bis spätestens 12.09. bei mir per Mail.

Herzliche Grüße
Stephanie Sproll
46plus Down-Syndrom Stuttgart e.V.
stephanie.sproll@46plus.de
0711 - 2572857

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Erfahrungsbericht Kindergarten

Samstag, August 28th, 2010 | Author: Martin

Erfahrungen im Schulkindergarten Windrad für Kinder mit Körperbehinderung in Zuffenhausen-Rot

Als Julian zweieinhalb Jahre alt war, begannen wir, uns nach einem geeigneten Kindergarten für ihn umzusehen. Julian konnte zu diesem Zeitpunkt robben, aber noch nicht krabbeln oder sich gar aufrichten. Wir schauten uns zuerst Integrationskindergärten und auch einen Kindergarten für Kinder mit geistigen Beeinträchtigungen. Schließlich entschieden wir uns für den Kindergarten Windrad in Stuttgart-Rot, einem sonderpädagogischen Kindergarten für Kinder mit Körperbehinderung.

Wichtig bei unserer Entscheidung war uns, dass Julian in eine kleine Gruppe kommt und individuelle Förderung erhält. In einem Regelkindergarten konnten wir uns Julian nicht so recht vorstellen, als einziges Kind, das noch auf dem Boden liegt, während alle anderen um ihn herumspringen. Auch in dem Kindergarten für Kinder mit einer geistigen Behinderung sollte er laufen können. Davon war er noch meilenweit entfernt. Der Kindergarten für Kinder mit Körperbehinderung war dann für uns ideal, weil der Schwerpunkt dort auf der motorischen Entwicklung liegt. Zum Kindergartenteam gehören Sonderpädagogen, Heilpädagogen, ein Physiotherapeut und eine Krankenschwester sowie pflegerische Kräfte. Julian erhält dort einmal pro Woche Physiotherapie, und auch die Hilfsmittelversorgung läuft über den Kindergarten.


Im Kindergarten sind Kinder mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen, und der Betreuungsschlüssel liegt meist bei 2:1, oft auch bei 1:1. Dadurch ist eine individuelle Förderung in allen Entwicklungsbereichen möglich, wovon Julian auch sehr profitiert hat. Ganz positiv finden wir auch die enge Zusammenarbeit und den regelmäßigen Austausch sowohl mit den Eltern als auch mit anderen Therapeuten (Logo, Ergo, SPZ). Wir sind als Eltern dort jederzeit mit unseren Fragen, aber auch Wünschen und Anregungen willkommen.

Die Kinder haben einen geregelten Tages- und Wochenplan. Der Tag läuft so ab: Die Kinder werden mit dem Bus zu Hause abgeholt, kommen um 8.30 Uhr im Kindergarten an. Dann beginnt der Morgenkreis mit jahreszeitlich abgestimmten Themen und Liedern. Um 9.00 Uhr wird gefrühstückt, und danach beginnt je nach Wochentag das Tagesprogramm. Um 12.00 Uhr gibt es Mittagessen, dann werden Zähne geputzt, Windeln gewechselt oder es findet Toilettentraining statt, und nach dem Abschlusskreis um 13.30 Uhr fahren die Kinder mit dem Bus wieder nach Hause. Montags ist Kooperationstag, d.h. es finden gemeinsame Aktivitäten mit einem Regelkindergarten statt. Dienstags geht Julian schwimmen oder bekommt in Erkältungszeiten ein Fußbad mit Massage. Mittwochs ist Gestalten, d.h. es wird mit unterschiedlichen Materialien experimentiert, gemalt, geknetet, geklebt usw. Donnerstags ist Musiktag, und Freitags gehen die Kinder entweder auf die Jugendfarm und dürfen dort Ziegen, Hasen usw. streicheln und manchmal auch reiten oder sie turnen in der Turnhalle. Dazwischen findet noch Einzelförderung wie Physiotherapie statt.

Jedes Kind wird bei den verschiedenen Aktivitäten entsprechend all seiner Fähigkeiten gefördert. Julian hat für den Morgenkreis zum Beispiel einen ganz speziellen Stuhl bekommen, auf dem er alleine und gerade sitzen kann (ähnlich wie auf einem Reitsattel). Beim Gestalten wird darauf geachtet, dass er seine rechte Hand genauso einsetzt wie seine linke, d.h. es fließen ergotherapeutische Maßnahmen in die Förderung mit ein. Auch das Essen ist eine Lernsituation, und Julian kann mittlerweile schon ganz gut alleine essen. Mit Fußbad und Massagen verschiedener Art (u.a. mit Klangschalen) wird die Körperwahrnehmung geschult, ebenso wie beim Turnen. Der Kindergarten hat einen wunderschönen Garten mit Schaukeln, Rutsche, Sandkasten, Barfußpfad, Klanggarten usw. so dass viele im Sommer Aktivitäten draußen stattfinden. Ausflüge zum Kastaniensammeln, auf den Weihnachtsmarkt, ins Blühende Barock und in die Wilhelma werden auch gemacht. Und das Highlight des Kindergartenjahres ist die einmal jährlich stattfindende Übernachtung im Kindergarten.

Julian ist mittlerweile das dritte Jahr im Kindergarten und fühlt sich dort sehr wohl. Angedacht ist, dass nächstes Jahr die Kooperation ausgeweitet wird und eine Gruppe mit Kindern aus dem Regelkindergarten hinzukommt, so dass es ein wirkliches Miteinander geben würde. Alle Kinder könnten den Tag gemeinsam verbringen und gemeinsame Aktivitäten haben. Daneben gibt es noch genügend Raum für Einzelförderung und auch die Möglichkeit einer kleineren ruhigeren Gruppe die sowohl Aktivitäten, wie auch Rückzugsmöglichkeiten bietet. Somit können die Bedürfnisse aller Kinder berücksichtigt werden.

Für Julian war der Kindergarten die richtige Wahl, und wir würden jederzeit wieder so entscheiden.

Die genaue Anschrift des Kindergartens lautet:

Schulkindergarten Windrad für Körperbehinderte Stuttgart Nord
Rotweg 127
70437 Stuttgart (Rot)

Telefon: (0711) 8403438
Fax: (0711) 1201302

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Befragungsstudie über Gesundheit, Entwicklung und gesellschaftlicher Aspekte von Familien mit Zwillingskindern

Samstag, August 14th, 2010 | Author: Martin

Liebe Eltern von Kindern mit Down-Syndrom,

ich möchte mich an Sie mit einem wissenschaftlichen Anliegen wenden:

Im letzten Jahr haben wir einen Aufruf gestartet für eine Befragungsstudie über die Gesundheit, Entwicklung (z.B. Erlernen sozialer Kompetenzen) und gesellschaftliche Aspekte (z.B. Erfahrungen mit Diskriminierung) von Familien mit Zwillingskindern, von denen eines das Down-Syndrom hat und das andere nicht.
Inzwischen haben wir die stolze Zahl von 70 Familien mit diskordanten DS-Zwillingen zusammen.
Solide wissenschaftliche Aussagen lassen sich aber nur treffen, wenn man mit passenden Kontrollgruppen vergleichen kann. Für unsere Studie bedeutet dies, dass wir als Kontrollgruppen zum einen “übliche” Familien mit einem DS-Einlingskind ohne Zwilling benötigen, zum anderen auch mit Familien mit Zwillingskindern ohne DS vergleichen. 
Ich möchte Sie nun bitten, uns freundlicherweise durch Ihre Teilnahme als DS-Einlings-Vergleichsfamilie bei unserer Studie zu unterstützen. 

Wenn Sie daran Interesse haben, können Sie über den Link 

http://www.downsyndrom-zwillinge.de/dse1.pdf

einen Kurzfragebogen ausfüllen und an mich mailen ( wolfram.henn@uks.eu ) oder in Papierform faxen oder schicken (Adresse unten).

Dieser Kurzfragebogen soll uns zunächst ermöglichen, unseren Zwillings-Studienfamilien gezielt passende Einlings-Vergleichsfamilien zuzuordnen.
Selbstverständlich dienen Ihre Angaben lediglich dazu, eine möglichst genaue Zuordnung zu treffen. Die Informationen werden ausschließlich von unserer Arbeitsgruppe für die Zuordnung zu vergleichbaren Studienfamilien genutzt und werden keinem Dritten zugänglich gemacht.
Die eigentliche Studie umfasst relativ umfangreiche Fragebögen, für die Sie etwas mehr Zeit aufwenden müssen, jedoch keine Blutentnahmen oder belastende Untersuchungen.


Ich wäre Ihnen für Ihre Mitarbeit sehr dankbar, da wir nur mit Ihnen als Vergleichsfamilien wirklich gute Aussagen machen können.

Herzliche Grüße

Ihr
Wolfram Henn

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Prof. Dr. med. Wolfram Henn
Institut fuer Humangenetik
Genetische Beratungsstelle
Universitaetsklinikum, Bau 68
66421 Homburg/Saar
tel 06841/162-6614
fax 06841/162-6600
wolfram.henn@uks.eu

 

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