Marktkauf zeigt 46PLUS
Sonntag, Juli 20th, 2008 | Author: 46PLUS
Am 9. Juli 2008 gab’s einen weiteren Artikel über die 46PLUS-Wanderausstellung in Scharnhausen: Stuttgarter Wochenblatt: Marktkauf zeigt 46PLUS
Der Titel der Ausstellung: “46Plus”. Sie ist dort noch den ganzen Juli über zu den üblichen Geschäftszeiten zu sehen. “Kinder mit dem Down-Syndrom haben 47 Chromosomen und damit eins mehr als andere Menschen”, beschrieb Simone Kollberg, die Mutter von Tim, den Hintergrund des Titels. Ebenso wie die Ausstellung heißt auch der 1999 in Stuttgart gegründete Verein, der sich für die Interessen von Menschen mit Down-Syndrom und deren Eltern einsetzt und der die Ausstellung initiiert hat.
“Wir wollen die alten Bilder von Menschen mit dem Down-Syndrom aus den Köpfen bringen und das Image vor allem der Kinder verbessern”, beschrieb Simone Kollberg kürzlich während der Vernissage die Intension der Ausstellung. Kinder mit dem Down-Syndrom seien völlig normale Kinder. Der Verein möchte laut Kollberg vor allem erreichen, dass Menschen mit Down-Syndrom aktiv, selbstbestimmt und uneingeschränkt am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Die Mitglieder wollen helfen, Vorurteile gegenüber Menschen mit Trisomie 21 - das 21 Chromosom kommt bei Menschen mit dem Down-Syndrom dreifach vor - in unserer Gesellschaft abzubauen.
Der Verein will Eltern Mut machen und Hilfestellungen geben und - speziell in Baden-Württemberg - die Integration von Kindern mit Down-Syndrom an Kindergärten und Schulen voranbringen. “Wir möchten erreichen, dass die Diagnosevermittlung in den Geburtskliniken verbessert wird, da viele Eltern schlechte Erfahrungen gemacht haben”, betonte Kollberg. Für Siegfried Büchele, den Geschäftsführer des Marktkaufs in Scharnhausen sind die Fotos “ein anderer Weg, die Kundschaft anzusprechen”.
Büchele, der hofft, dass die Fotos die Leute zum Stehen bleiben und Nachdenken anregen, verwies auf die bis zu 80.000 Kunden, die monatlich in den Supermarkt kommen. Oberbürgermeister Christof Bolay nannte die öffentliche Ausstellung an diesem belebten Platz einen “wichtigen Schritt im Hinblick auf den Umgang mit Menschen mit Behinderungen”. Er wünsche sich, dass möglichst viele Menschen stehen bleiben, sagte Bolay.


